Homepage SAC Sektion Zindelspitz Homepage SAC - CAS Homepage SAC - CAS Unsere Sektion Unser Angebot Unser Panorama
Startseite Sektion Zindelspitz Sektion Zindelspitz Sektion Zindelspitz Sektion Zindelspitz Sektion Zindelspitz Sektion Zindelspitz
Sektion Zindelspitz Sektion Zindelspitz Sektion Zindelspitz Sektion Zindelspitz Sektion Zindelspitz Sektion Zindelspitz
Sektion Zindelspitz Unsere Sektion Unser Angebot Unser Panorama Sektion Zindelspitz Sektion Zindelspitz
   
Skitourenwoche Valle Maira
vom 13. - 20. März 2010 -
 

Teilnehmer: Trudi Kälin, Benno Kälin, Sepp Häni, Koni Föllmi, Christoph Steiger

Tourenleiter: Cornelia Müller, Martin Nauer

 
Samstag, 13. März 2010 - - Anreise
Um 12.00 Uhr Treffpunkt beim Bahnhof Pfäffikon, Abfahrt mit 2 PW's via Sattel, Gotthard, Chiasso, Turin ins Valle Maira. Kurz nach Ankunft und Zimmerbezug in der Pension Ceaglio ( www.ceaglio-vallemaira.it ) erwartete uns bereits ein sechsgängiges Abendessen della tradizione piemontese.
 
Sonntag, 14. März 2010 - Punto Tempesta (2679m), Monte Tibert (2647m) und Punto Sibolet (2532m)

Frühstück um 08.00, Abfahrt mit PW's nach Tolosano. Um 09.00 Uhr Abmarsch bei strahlend blauem Himmel über verlassene Alpweiden und vorbei an verfallenen Rustici Richtung Punto Tempesta, dem ersten Gipfel unserer Italientour. Erste Pulverschneeabfahrt und Wiederaufstieg zum Monte Tibert, wo ein lockendes Gipfelkreuz steht.

Für einen jungfräulichen Pulverschneehang geben wir circa 300 HM auf und ziehen hernach zum dritten Mal die Felle auf, mit dem Ziel Punto Sibolet. Erneut sagenhafte Pulverschneeverhältnisse , anfangs oben im offenen Gelände, aber auch zwischen den Bäumen bis weit ins Tal runter. Ach ja, das Mittagessen, von der Tourenleitung kurzerhand verschoben, wurde alsdann erst gegen 16.00 Uhr, dafür in flüssiger Form zu sich genommen.

SeitenanfangSeitenanfang
Montag, 15. März 2010 - Bric Bocasso (258MüM), Rocca delle Sommette (2542MüM)

Frühstück um 07.00 Uhr, Abfahrt mit PW's nach Preit. Um 08.00 Uhr Abmarsch bei leichter Bewölkung mit Ziel Bric Bocasso. Fortschreitende Aufhellungen und nach zwei Stunden wieder blauer Himmel und Sonnenschein. Zwischenzeitlich halten wir vorsichtshalber ein paar Meter Sicherheitsabstand und erreichen dann nach ca. 3 ¼ Stunden über einen kleinen Grat mit gutem Trittschnee den ersten Gipfel. Nach einer erneut traumhaften Pulverschneeabfahrt geniessen wir die verdiente Mittagsrast in der warmen Sonne. Frisch gestärkt und ausgeruht nehmen wir das zweite Tagesziel, die Rocca delle Sommette in Angriff. Ueber eine herrlich weisse Südflanke gelangen wir durch ein kurzes Couloir auf den langgezogenen Gipfelgrat. Die doch schon recht starke Frühjahrssonne beschert uns zwar eine nur kurze Gipfelrast, dafür eine attraktive Sulzschneeabfahrt, welche erst im untersten Teil etwas schwer wurde. Die dabei verbrauchte Energie wurde flugs im schmucken Gewölbekeller eines lokalen Ristorante wieder aufgetankt.

 
Dienstag, 16. März 2010 -

Erneut Frühstück um 07.00 Uhr und Abfahrt mit PW, ca. 30 Minuten nach Chiappera. Heute stand mit dem Monte Chersogno der einzige 3000er unserer Woche auf dem Programm. Anfänglich dem Sommerweg entlang gewannen wir rasch an Höhe. Nach einer schier endlosen Schräghangtraverse durchliefen wir eine geräumige Geländekammer, in welcher sich Fuchs und Gemse gute Nacht wünschen. Eine grosszügig abgeblasene Krete zwang uns, die Skier zwischenzeitlich kurz abzuschnallen und zu tragen. Dabei hätte der erfahrene Tourengänger bereits da erahnen können, welche Windstärken uns beim Schlussaufstieg noch erwarten würden, aber eben…

Schlussendlich erreichten wir nach 4 ½ Stunden den 3023 Meter hohen Monte Chersogno. Eine gewaltige Panoramasicht,von der Poebene bis in die Französichen Alpen präsentierte sich uns. Einzig die Sicht nach Slovenien wollte sich unseren Experten nicht so recht erschliessen (ist das nun in diese Richtung oder in jene, oder vielleicht doch eher…). Die Abfahrt ist schnell erzählt: oben Pulver, unten Sulz, Bedingungen abermals top, es wird langsam langweilig!
 
SeitenanfangSeitenanfang
 
Mittwoch, 17. März 2010 - Monte Freide (2967MüM)

Die heutige Tour führte uns auf den Monte Freide, via Colle di Rui. Ueberdies mussten wir unsere lieb gewonnene Unterkunft in Vernetti verlassen, um abends wie vorgesehen neu im Hotel Londra in Accelio Quartier zu beziehen. Somit packten wir nach dem Frühstück (erneut um 07.00 Uhr) das gesamte Gepäck in die zwei PW's und machten uns auf den Weg nach Chiappera, zuhinterst im Valle Maira. Von dort gings los. Um einen simpel „la rocca“ genannten markanten Felspfeiler, welcher trutzig am am Ende desTales thront, gewannen wir wieder rasch an Höhe. Während Sepp und Christoph den direkten Aufstieg zum Colle di Rui nicht scheuten, nahmen die restlichen fünf unter der Leitung von Cornelia für eine kurze Zusatzabfahrt eine Zusatzschlaufe in Kauf. Vom Colle di Rui gings dann wieder entlang einem durch scharfen Wind bizarr-schön geformten Kamm Richtung Schlussaufstieg. Mit zwischenzeitlich aufgeschnallten Skis erreichten wir um halb zwei den Monte Freide, von wo aus wir die grossartige Aussicht geniessen. Die Gipfelabfahrt hat es dann nochmals in sich, führt sie doch mehr oder weniger in Falllinie runter direkt nach Australien…

So erreichen wir gegen 3 Uhr Nachmittags wieder unseren Ausgangsort Chiappera und sind glücklich und leise auch etwas stolz, diese Abfahrt erfolgreich gemeistert zu haben. Ich glaube, nur echte Siebesieche wie wir es sind packen sowas…

Für mich ging mit dieser Abfahrt auch gleichzeitig die Valle-Maira-Tourenwoche zu Ende. Mit bleibenden Erinnerungen an eine beeindruckende und noch weitgehend unbekannte Skitourengegend trat ich am Mittwochabend die Heimreise an. Ein herzliches Dankeschön an den SAC Zindelspitz für Organisation und Gastrecht – gerne wieder, wenn es sich ergibt.

Christoph Steiger
 
Donnerstag, 18. März 2010 -

Mit PWs zum gleichen Startplatz wie am Vortag; genau gesagt, vor dem Campingplatz hinter der Brücke bei Ponte Soubeyran. Dann auf der MTB-Strasse gemütlich das Valle del Maurin hinauf und noch ein Stück weiter dem romantischen Flusslauf entlang. Nach dem ausgestorbenen Weiler „Grangia Turrè“ ging’s dann jäh aufwärts zum „Colle della Val Fissella“ auf 2872m, bei dessen letzten anstrengenden Höhenmetern Trudi als Vorspurerin ihre Kräfte spielen liess. Empor blickend konnte man insgeheim nur denken: „Schön wär’s, schon dort oben zu sein“. Kaum zu glauben, schon nach einer halben Stunde war die letzte Hürde genommen. Alle standen glücklich und stolz auf dem Gipfel, dem 2. Dreitausender, wenn man bei der Höhengenauigkeit ein Auge zudrückt. Für die Abfahrt wählten wir nach dem Colle die etwas nördlich exponierten Hänge, die den Pulverschnee für uns etwas länger konservierten. Die Latten laufen lassen war angesagt das Tal hinaus, auf der MTB-Strecke; die noch kühlen Temperaturen ermöglichten rassig-schüttelndes Strassenfahren mit Gratis- Oberschenkelmassage.

Auf der Heimfahrt hielten wir noch Einkehr im Albergo Mistral in Saretto, wo wir Durst und Hunger stillten und wo Bergtouristen offenbar auch gute Unterkunft finden. Dann gings weiter nach Acceglio, wo wir die abendlichen Annehmlichkeiten im Hotels Londra genossen.

Koni Föllmi
 
SeitenanfangSeitenanfang
 
Freitag, 19. März 2010 -

Dieser Morgen unterscheidet sich gewaltig von den Vorhergehenden. Wolkenverhangen und viel wärmer als bisher zeigt sich das Valle Maira in einem tristen Kleid. Trotzdem frühstücken wir um 7’00 Uhr und entscheiden uns für eine einfachere und sichere Tour. Mit den Autos fahren wir nach Cucchiales. Dem Wetter entsprechend kommt noch keine richtige Stimmung auf, als wir die Skier anschnallten. Die Sechserkolonne bewegt sich mit raschen Schritten im lichten Wald bergwärts durch den Nebel. Wie wenn wir’s nicht anders verdient hätten, reisst die Nebeldecke über der Waldgrenze auf. Einmal mehr erfreuen unsere Augen strahlend blauer Himmel und endlose Firnhänge und lassen den Puls und das Tempo noch etwas ansteigen, denn man weiss ja nie, wie lange es so bleibt....!

Auf dem Monte Nebin angekommen geniessen wir ein letztes Mal die fantastische Aussicht auf die vielen Gipfel des Piemonts und die angrenzenden Gebiete.

Benno und Koni haben noch nicht die richtige Betriebstemperatur, nach einem kurzen Gipfelhalt reissen sie die Felle runter und schwingen mit lauten Jutzern die Firnhänge hinunter um nochmals ein paar Höhenmeter anzuhängen. Den Nebelgipfel Bassa di Rasis nehmen wir beim „Vorbeigehen“ noch mit auf den Heimweg. Der Zeitpunkt für die Abfahrt drängt, die Temperatur steigt schnell an. Den perfekt verfirnten Gipfelhang hinunter bis zur Nebelgrenze erwischen wir gerade noch rechtzeitig, um unsere letzten Schwünge auszukosten. Nun ist es vorbei mit lockeren Sprüchen. Der Nebel und der tiefe Nassschnee erfordern GPS und Disziplin. Unten in der Waldregion wird die Sicht wieder besser. Auf der Rückfahrt nach Acceglio genehmigen wir uns schnell ein Bier. Da sich der Nebel im hinteren Teil des Tales aufgelöst hat, fällt uns der Entscheid nicht sonderlich schwer, auch diesen Nachmittag im „La Pauso“ (kein Schreibfehler) zu verbringen. Sonne, Vino Rosso, Antipasta, Formaggio und Sardellen tragen das Ihre zu unserem Wohlbefinden bei.

Heute abend schliessen wir unsere Tourenwoche in Chialvetta mit einem piemontesischen Festschmaus ab.

Samstag, 20. März 2010 - Rückreise

Dieser Tag ist schnell beschrieben: Da es regnet, fällt uns die Abreise nicht sonderlich schwer. Angesichts der erlebten Hammer-Woche, wollen wir uns diese nicht mit einer Regentour vermiesen. 7’00 Uhr Frühstück, 8’00 Uhr Abfahrt, 16’00 Ankunft in Pfäffikon.

 
Persönliches Nachwort
Durch die vielen privaten Touren, welche Cornelia und Martin in diesem Gebiet schon unternommen haben, durften wir von ihren Erfahrungen und Ortskenntnissen sehr viel profitieren. Da wir bereits anfangs Woche die geplanten „Rosinen“ gepflückt hatten, war es für sie nicht einfach, nochmals einen draufzusetzen. Aber sie taten dies, jeden Tag auf’s Neue. Die angetroffenen Superverhältnissen trugen das ihre bei, Ziele auszuwählen, welche nicht immer durchführbar sind. Im Namen aller Tourenteilnehmer bedanke ich mich herzlich bei Cornelia und Martin für die perfekt organisierte Tourenwoche in einem für uns neuen Gebiet, welches an Attraktivität kaum überboten werden kann.
Sepp Häni
 
SeitenanfangSeitenanfang
 
 
 
 
 
 
 
Tourenbericht
Download Der Tourenbericht vom Valle Maira im PDF Format kann hier herunter geladen werden ... (PDF 937 kb).
 
Bilder
Download Zur Bilder Sammlung der Skitourenwoche hier klicken...
 
 
Sektion Zindelspitz Sektion Zindelspitz Sektion Zindelspitz Sektion Zindelspitz Sektion Zindelspitz Sektion Zindelspitz