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Tourenbericht Surprise-Skitouren 2010
„Ciao Ticino!“
 
Skitourentage im Südtessin vom 14. – 17. Januar 2010
 

Teilnehmer: Ulrich (Ueli) Fleischmann, Josef (Sepp) Häni, Josef (Sebi) Mächler (Gast), Martin Nauer, Jakob (Köbi) Schuler (Tourenbericht) und Stefan Winteler

Tourenleiter: Cornelia Müller und Reto Hermann

 
Surprise-2010 Gruppenbild
Gruppenbild Surprise 2010
 

Vorwort

„Nomen est Omen!“: Die Surprise-Skitourentage 2010 werden ihrem Ruf einmal mehr voll gerecht. Dank den vorangegangenen ausgiebigen Schneefällen auf der Alpensüdseite erleben wir Skitouren wie sie im Südtessin wohl nur selten möglich sind: Pulverschnee-Abfahrten mit Blick auf Lugano, Locarno, Ascona und die Brissago-Inseln. Ambiente und Italianità der „Sonnenstube“ begleiten uns auf Schritt und Tritt. Palmengesäumte Seeufer, märchenhaft eingeschneite Edelkastanien-, Buchen-, Birken-, Föhren- und Arvenwälder sowie in Pulverschnee eingehüllte Tessiner Berggipfel setzen Kontraste der besonderen Art. Mit Ausnahme des ersten Tages (starke Bewölkung mit schlechten Sichtverhältnissen im oberen Teil) zeigt sich das Wetter während den folgenden drei Tagen von seiner besten Seite: Kaiserwetter, angenehme Temperaturen und Bilderbuchpanoramen. Für Touren im Sottoceneri, Malcantone, über dem Lago Maggiore und im Valle di Campo herrschen geradezu ideale Schneeverhältnisse: Ab 1200 m über Meer liegt eine gute Unterlage und darüber Pulverschnee vom feinsten. Bei durchgehend mässiger Lawinengefahr erfordern Triebschneehänge dennoch eine vorsichtige Routenwahl. In tieferen Lagen kratzen Steine ab und zu an den Skibelägen. In einem Fall hinterlassen sie sogar eine gähnende Lücke entlang der Kantenlinie, was aber die Abfahrtsfreuden in keiner Weise zu trüben vermag. Neben den sportlichen Leistungen kommen selbstverständlich auch die Kameradschaft und der Humor nicht zu kurz: die beiden Vorderthaler schöpfen aus vollem Repertoire ;-)
 
Donnerstag, 14. Januar 2010 - Piz Gazzirola 2116 m Val Colla

Ein im Grossraum Einsiedeln liegengebliebener Schlüsselbund beschert der Hälfte unserer acht Teilnehmenden auf der Fahrt Richtung Süden in der A2 Raststätte Gotthard einen längeren als ursprünglich geplanten Kaffee-/Gipfelihalt. Frisch gestärkt und mit inzwischen vervollständigtem Schlüsselsatz geht‘s anschliessend weiter ins Sottoceneri und Val Colla. Punkt 11.15 Uhr stehen unsere Lawinenverschüttensuchgeräte (LVS) auf Senden. In Retos frischer Spur steigen wir zielstrebig unserem ersten Gipfel entgegen. Dorfbild, Vegetation und Landschaft lassen keinen Zweifel mehr offen: Ciao Ticino! Vorbei an Palmen, einem alten Campanile und durch einen lichten Edelkastanienhain gewinnen wir sanft an Höhe. Die „Sonnenstube“ wird ihrem Ruf heute noch nicht ganz gerecht, trüben doch dichte Wolkenbänder die Sicht in Richtung Piz Gazzirola , den wir nach knapp 2 ½ Stunden Aufstieg erreichen. Mit der erhofften Aussicht auf den Comersee und den Alpenkranz wird leider nichts. Kurze Verpflegungspause, Felle weg und schon gleiten wir auf unseren Latten talwärts. Die schlechten Sichtverhältnisse im oberen Bereich erfordern eine vorsichtige Abfahrt entlang der Aufstiegsspur, so dass wir den Pulverschnee nicht optimal geniessen können. Teilweise eingeschneite Ginsterbüsche und als Schneekuppen getarnte Steine sorgen im unteren Teil dafür, dass wir auch bei zunehmend besserer Sicht nicht übermütig werden. Noch eine kurze Fahrt auf der schneebedeckten Strasse im Kastanienhain und schon stehen wir nach einer vierstündigen Einlaufskitour wieder vor den beiden parkierten Autos. Unterwegs Richtung Arosio (Malcantone), wo wir für die erste Nacht im Ristorante Albergo San Michele untergebracht sind, kommen unsere durstigen Kehlen zu einem erfrischenden Drink: „Alla salute!“. Frisch geduscht geniessen wir anschliessend ein feines Minestrone-Risotto-Nachtessen samt Käse-Teller mit Produkten aus der Region. Die beiden Sepps ergänzen das Ganze mit saftigen Witzen. Ihr umfangreiches Repertoire wird uns in den folgenden Tagen noch oft zum Lachen bringen.

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Freitag, 15. Januar 2010 - Dreigestirn Monte Gradiccioli 1936 m – Monte Pola 1741 m – Monte Magno 1636 m Malcantone

„Mit oder ohne Frühstück?“ Das ist um 08.00 Uhr die grosse Frage. Die Antwort lässt nicht lange auf sich warten: „Viva l‘Italianità!“ oder „Buon giorno Signora, hai dormito bene…?“ Frisch gestärkt können wir dann gegen 09.30 Uhr unsere für heute geplante Ski-Rundtour ab Unterkunft doch noch in Angriff nehmen: das malerische Dreigestirn Monte Gradiccioli – Monte Pola – Monte Magno . Genussvoller Aufstieg durch einen märchenhaft eingeschneiten lichten Tessiner Wald (im unteren Teil Edelkastanien und etwas Buchen, im oberen Teil Birken und Arven) zum prächtigen Aussichtsgrat des Monte Gradiccioli – Monte Pola und Monte Magno. Als Belohnung winken Kaiserwetter, Bilderbuchpanorama und eine Pulverschnee-Abfahrt vom feinsten. Vor lauter Staunen merkt unser Benjamin erst kurz vor dem Startschuss, dass er ja zuerst noch seine Steigfelle abnehmen muss… Dann aber heisst es auch für ihn ab ins Tal und hinein ins traumhafte Weiss! Der untere Teil der Abfahrt hinterlässt auf den Skibelägen einige Kratzer. Der Chronist entdeckt an seinem rechten Untersatz sogar das Fehlen eines längeren Kantenstücks. Glücklich all jene, die ihre alten Bretter dabei haben! Die heutige Rundtour mit ihren je 1350 Höhenmeter im Auf- und Abstieg beschert uns aber nicht nur verkratzte Beläge und fehlende Kantenteile. Unser Wägitaler Jäger trägt noch andere Trophäen in die Unterkunft zurück: brennende Fussblattern, die aber seine gute Stimmung in keiner Weise zu trüben vermögen: „Viva la caccia!“ Nach 6 ½ -stündigem Unterwegssein erwartet uns in Arioso der verdiente Drink: „Alla salute!“ Anschliessend geht's weiter Richtung Valle Maggia, wo wir die nächsten beiden Nächte im Unione Ristorante, Gordevio, verbringen. Nach dem Retablieren geniessen wir ein professionell arrangiertes Nachtessen bei Kerzenlicht: Salatteller, Schweinsschnitzel mit Gemüse und Bratkartoffeln „à la molto piccolo…“, edle Tessiner Tropfen, Kastanien-Mousse, Kaffee mit abschliessendem Grappa für ä tüüfä gsundä Schlaaf, scho…?

 

Surprise Skitouren 2010 - Alpe di Magnello

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Samstag, 16. Januar 2010 - Gridone Vor-/Skigipfel 2138 m Lago Maggiore/Brissago

Heute überraschen uns Cornelia und Reto mit einem weiteren Leckerbissen: Pulverschneetour hoch über dem Lago Maggiore mit Blick auf die Brissago-Inseln. Vom Weiler Cortaccio ob Brissago starten wir gegen 10.00 Uhr auf rund 1000 m über Meer. Die Aufstiegsspur führt im unteren Teil durch einen malerischen Birkenwald und zieht via Penzevrone und Alpe Voiee hinauf zum Vor-(Ski-)gipfel Gridone 2138 m, den wir nach einem 3 ¼ -stündigen Unterwegssein erreichen. Die Aussicht lässt keine Wünsche offen: zu unseren Füssen der langgezogene Lago Maggiore mit den bekannten Brissago-Inseln und um uns herum die gewaltige Gipfelparade der italienschen, französischen und schweizerischen Alpenkette. Das gibt Bilder! Gerade rechtzeitig vor der aufziehenden Bewölkung aus Südwest sausen wir talwärts und lassen dabei die schönsten Bögli im stiebenden Pulverschnee zurück. Ein Genuss der im Nu selbst brennende Blattern an Jägerfüssen vergessen lässt: „Das isch Musig, Sebi, gäll!“ 4 Stunden und 20 Minuten nach dem Aufbruch verschwinden unsere Skis und Stöcke wieder im Skiträger. Es wird Zeit für einen kurzen Abstecher nach Ascona. So schnell sind wir in dieser Gegend ja schliesslich nicht mehr mit Skis unterwegs. Stellt Euch nun dieses Bild vor: Acht aufgestellte Zindelspitzler flanieren („Noblesse oblige!“) im mehr oder weniger eleganten Skitourendress unter den Palmen der bekannten Uferpromenade von Ascona mit einigen pelzbehangenen Gästen um die Wette und gönnen sich anschliessend im Ristorante Piazza au Lac zum Apéro eine feine Pizza: „Viva il Ticino!“ Zurück in Gordevio bleibt unserem frisch geduschten und gekämmten Sepp vor dem Nachtessen noch genügend Zeit, um an der Theke Mirjams Wimpern zum Klimpern zu bringen. Das gibt Appetit! Höchste Zeit also für einen weiteren Candlelight-Schmaus. Der Unione-Wirt kündigt uns folgende Köstlichkeiten an: Salatteller, Hirsch-Haxen mit Safran-Risotto (diesmal sogar mit einem Supplement!), edle Tessiner Tropfen und zum Dessert wahlweise Vermicelles oder Coupe Nesselrode, Kaffee und Grappa wie gehabt: „Buona notte!“

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Sonntag, 17. Januar 2010 - Crös Cavörgn 2531 m Valle di Campo

Krönende Abschlusstour im tief verschneiten Valle di Campo. Geweckt werden wir heute vom Glockenspiel des nahen Campanile von Gordevio, welches uns ab 07.00 Uhr bis 07.15 Uhr sanft aus dem Schlaf holt. Natürlich gilt das nur für jene, die nicht schon früher durch das furchterregende Schnarchen ihres Zimmerkollegen aus den herrlichen Träumen gerissen wurden… Der Weg zum Ausgangspunkt führt über Cevio (Valle Maggia) nach Cimalmotto (Balzara) im hinteren Valle di Campo, wo wir um 10.00 Uhr losmarschieren. Die Wegweiser sind teilweise bis auf Tafelhöhe eingeschneit, was sich unsere Fotografen natürlich nicht entgehen lassen. In Piano della Stufa beginnt auf 1360 m Höhe der eigentliche Aufstieg im dichten märchenhaft verschneiten Föhrenwald. Nach 1 ½ Stunden geniessen wir auf der Alpe di Magnello unter blauem Himmel und Sonnenschein die verdiente Znünipause, welche Sebi einmal mehr mit seinem selber geräucherten Speck bereichert (ein Hoch dem Spender!). Der Weiteraufstieg führt über lang gezogene Böden hinauf zum Verbindungsgrat zwischen dem Pizzo Quadro und dem Madone. Nach gut 3 ½ Stunden erreichen wir unser Ziel Crös Cavörgn 2531 m. Die a usgiebige Mittagsrast an der Sonne unterhalb des verwächteten und infolge Nordföhns etwas zügigen Grats wissen wir zu schätzen. Noch einmal steht uns jetzt zum Abschluss der vier erlebnisreichen Surprise-Skitourentage eine gewaltige Pulverschnee-Abfahrt bevor, diesmal sogar bis ganz ins Tal hinunter. Anschliessend fahren wir nach Gordevio zu einem letzten Drink im Unione Ristorante. Bei geradezu idealen Strassenverhältnissen und erstaulich geringem Verkehr auf der A2 kommen wir vor 20 Uhr bei unserem ursprünglichen Treffpunkt in Biberbrugg an, wo sich unsere Gruppe auflöst. Vier unvergessliche Surprise-Skitourentage gehören der Erinnerung: „Che bello!“

 
Surprise Skitouren - Palmen von Brissago
 

Dank

Unserem bewährten Surprise-Leiterteam, Cornelia und Reto, dürfen wir einmal mehr ein grosses Kränzchen winden: Innert kürzester Zeit haben sie ein optimales Tourengebiet mit günstigen Unterkünften gefunden, eine wie immer perfekte Tourenplanung durchgeführt und anschliessend vor Ort souverän umgesetzt: Grazie mille (nicht zuletzt auch für die grosszügige Schlussabrechnung). Wir freuen uns bereits auf die Surprise-Skitourentage 2011!

Ein besonderes Dankeschön geht im Weiteren an die Fahrzeuglenkenden Martin, Cornelia und Sepp, die uns sicher durch den Gotthard, durchs Sottoceneri, Val Colla, Malcantone, entlang des Lago Maggiore, durchs Valle Maggia, Valle di Campo und wieder nach Hause geführt haben.

Euch übrigen Teilnehmenden gilt ein kräftiger Händedruck. Mit viel Spass und Begeisterung habt ihr zur tollen Kameradschaft und damit zum guten Gelingen der Surprise-Skitourentage 2010 beigetragen.

„Arrivederci a tutti, arrivederci Ticino, alla prossima volta!“
 

Jakob Schuler
 
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Tourenbericht
Download Den ganzen Tourenbericht im PDF Format gibt es hier zum herunterladen ... (PDF 29kb).
 
Fakten, Eckdaten ...
Download Für alle die ohne diese Angaben nicht auskommen oder noch genaueres benötigen. Hier die detaillierte Erstellung von Köbi Schuler ... (PDF 340kb).
 
 
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