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Skitourentage «Surprise» im Oberen Simmental vom 12.-15. Januar 2006
 

Teilnehmer: Burkhard Dani, Ramensperger Manuela, Enrich Anna, Schnyder Hermann, Hegner Alois, Winteler Stefan, Kistler Ludwig, Wittenwiler Peter, Meile Köbi, Züger Elisabeth, Nauer Martin

Leiter: Müller Cornelia, Hermann Reto

 
Durchgeführte Touren im Überblick
  • Donnerstag, 12. Jan.: Wistätthorn 2362 m, (ab Parwengegrat), Flöschhore 2079 m, 1100 Hm
  • Freitag, 13. Jan.: Albristhorn 2762 m, Raufligrat 2241 m, 1560 Hm
  • Samstag, 14. Jan.: Niesehorn 2776 m, Iffigehore 2378 m, 1450 Hm
  • Sonntag, 15. Jan.: Lauenehore 2477 m, 1240 Hm
 
Donnerstag, 12. Januar 2006
Auch die diesjährigen Skitourentage Surprise von Cornelia und Reto dürfen als voller Erfolg bezeichnet werden. Die Versprechung in der Ausschreibung, Pulverschnee und Sonne zu finden, wurden voll erfüllt. So durften die 11 Teilnehmer (und natürlich auch das Leiterteam) vier wunderschöne Skitourentage bei besten Schnee- und Wetterverhältnissen erleben.
Nachdem am Morgen des 12. Januar alle Teilnehmer von den Autofahrern eingesammelt worden waren, traf man sich auf dem Brünig zu einer Kaffeepause. Weiter ging es dann über Interlaken, Spiez und Zweisimmen nach Grodey im Simmental.
Dort angekommen liessen wir uns von zwei Sesselliften auf den Parwengegrat befördern. Die Befürchtung einiger Teilnehmer, auf nun doch schon ca. 2000 m, es gäbe an diesem Tag keinen Fellaufstieg mehr, verflog schon bald, als wir in den Parwengekessel hinunter fuhren. Nach einem kurzen Verpflegungshalt begann der Aufstieg auf das Wistätthorn. Der Gipfel belohnte unsere Mühen mit einem eindrücklichen Panorama der umliegenden Berner Alpen. Trotz der Schleierwolken, welche an diesem Tag der stabilen Hochdrucklage zu trotzen vermochten, war die Fernsicht recht gut. Nach der obligaten Gipfelrast fuhren wir ins Dürewaldtal ab und klebten nochmals die Felle an die Skier. Nach einem etwas kürzeren Aufstieg erreichten wir das Flöschhore. Mit einer weiteren Pause stärkten wir uns für die Abfahrt zurück ins Tal. Diese bot mehrheitlich angenehmen Schnee, an einigen Stellen fanden wir sogar noch unverspurte Pulverschneehänge.
Zurück in Grodey, dem Ausgangspunkt der heutigen Skitour fuhren wir mit dem Auto ins Färmeltal zur Pension Alpenrose, unserer Unterkunft für die nächsten Tage.
Hermann Schnyder
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Freitag, 13. Januar 2006
Heute starten wir mit 13 Gipfelstürmern im Färmeltal. Mit rasantem Tempo fuhren wir das Tal hinauf, so rasant, dass wir doch tatsächlich den Parkplatz verpassten und fast mit dem Auto auf den Gipfel gebraust wären.(Cornelia hätte es mit Ketten sicher bis hinauf zum Gipfel geschafft.) Wir beschlossen dann aber doch noch die Skis zu montieren. So zogen wir gemächlich den langen Hang hinauf zum Albristhorn. Oben angekommen, genossen wir die langersehnten Sonnenstrahlen. Dazu wurden wir mit einer grandiosen Aussicht belohnt.(bis hin zum Mont Blanc)
Nachdem wir bei der Gipfelabfahrt einige Steine hinter uns gelassen haben, fanden wir einen fast endlosen Hang mit schönstem und unverfahrenem Pulverschnee. Es liessen sich einige Jauchzer hören.
In der Talsohle angekommen, lockte uns die Sonne schon zum nächsten Berg. Im Aufstieg zum Raufligrat floss bei einigen der Schweiss in Strömen, andere fanden es endlich angenehm warm. Nach kurzer Rast und Gipfelaussicht vom Raufligrat liessen sich auch hier super Hänge mit immer noch pulverigem Schnee finden, für den sich sicher alle Mühe gelohnt hat.
Der Abschluss machte eine zügige Fahrt auf vereister Strasse. So zügig, dass ein paar nicht mehr merkten wie wir bereits beim Alpenrösli angekommen und von hier die Strasse mit Split bedeckt war. Sie wären doch tatsächlich bis nach St. Stefan hinunter geblocht (trotz neuen Skis).
Ich möchte mich ganz herzlich bei Reto und Cornelia für die gute Führung und die herrlichen Touren bedanken. Es war super!
Elisabeth Züger
 
Samstag, 14. Januar 2006

Am halbi siebni hät dä Wecker vom Frauäzimmer glütet. Dänn isch es nöd lang gangä, bis alli parat gsi sind für dä Zmorgä. Di eintä händ churz vor em Früähstück no schnäll d Fäll uf d Ski grüehrt, damit di chaltä Chlüppli wider händ mögä uftauä, bevors dänn ad Abfahrt gangä isch. Zimlich gnau am achti hämmer üses Puff i dä Autos verstaut gha und sind Richtig Lenk (Färiche) gfahrä. Da mir über ä halb Stund z früeh det gsi sind, hämmer di vorig Ziit chli mit Witz verzellä durä bracht J

Am nüni isch dänn üses mit Spikes bewaffnätä Taxi cho und mir händ schleunigscht üseri Usrüschtig i das Büssli verfrachtet, s isch nämlich süüchalt gsi verussä… Öppä ä halb Stund spöter simmer i dä Iffigenalp i zackigem Tempo (s hät än uh chaltä Wind blasä!) losmarschiert. Bevors mal ändlich obsi gangä isch, hämmer zerscht rächt lang müessä ä Ebeni hinderälaufä. Ich bin ja süscht kein Gfrörli, aber sogar ich han d Windjackä friwillig agleit! Oberhalb vomenä See häts dänn vom Leiterteam gheissä, mir sölled doch gschider üseri Harschtiisä montierä (aso diä, wo si däbi gha händ…). Das isch uf jedä Fall ä gueti Entscheidig gsi, dänn mir händ än zimlich langä Quergang oberhalb vo däm See müessä machä. Uf dä anderä Sitä acho, häts zerscht mal ä usgiebigi Rascht a dä Sunnä gäh. Äs sind glaubs alli froh gsi, dänn so händ ändlich üseri Finger und Füess chönnä uftauä…

Vo üsem Pausäplatz us händ mir gnau in Steilhang vom Niesehorn inägseh und mir händ üs müessä fragä, öb diä Bestiegig überhaupt möglich sig. Mir händ üs dänn äs chlises Stuck über em Raschtplatz müessä entscheidä: Entweder no 150 oder 550 Höhämeter. Da mir vo dä Ziit här guät dra gsi sind, hämmer üs dänn eistimmig fürs Niesehorn entschiedä. Im Steilhang innä hämmer dänn im 10m- Abstand müessä ufstiegä. Diä wo d Harschtiisä vergässä gha händ, sind im oberä Teil z Fuess witergangä. Am eis simmer dänn ändlich zoberscht ufem Niesehorn gstandä und händ di toll Ussicht uf Gstaad, Eiger, Mönch und Jungfrau etc, chönnä gnüssä. Da s aber immer no richtig fies zogä hät det obä, hämmer nöd lang gmacht und sind immer no mit dä Fäll dra äs Stückli abägfahrä und änä wider ufgstiegä. Bi stürmischem Wind händ mer d Fäll drab gno und sind vorsichtig wider zrugg zum Raschtplatz vom Morgä gfahrä. Mä hät nämlich grausam müessä ufd Stei ufpassä, diä sind ebä nur vonerä ganz dünnä Schneeschicht bedeckt gsi!

Amenä windstillä Plätzli hämmer am halbi zwei üserä Zmittag uspackt und händ glichziitig no chli chönnä sünnelä. Ä Stund spöter hämmer dänn no einisch üseri Fäll f d Ski kläbt und sind nomal äs guäts halbstündli Richtig Iffigehore ufgstiegä. Det obä isch es zum Gllück einiges wärmer gsi als ufem Niesehorn, darum simmer no churz anäghöcklet und händ s genialä Wätter so richtig gnossä!
Tja, und so hämmer üs scho gli wider uf d Talabfahrt begäh… Ich muess also sägä, dass mir a däm Tag nöd wägem Abäfahrä sondern wägem Ufälaufä uf diä Skitour gangä sind! Wil dä Bruchharscht wo mir im oberä Teil atroffä händ, isch echt nöd gad dä Hit gsi. Unnä dra isch es dänn no so einigermassä gangä und mir händ doch no äs paar schöni Schwüng chönnä machä. Wider z Färiche acho, hämmer als erschts müessä üsä Durscht im Rest. Alpenrösli go löschä J

Öppä am füfi hämmer üs dänn langsam uf dä Heiwäg gmacht und nachdem mir wider i üsem Gasthuus acho sind, häts au scho gli Znacht gäh. Uf Wunsch hät d Wirtin üs extra ä sälbergmachti Gmüessuppä anäzauberet. Und nachem Salat, erä riesä Portion Currygschnätzletem mit Riis und feinä Guetzli als Dessert simmer dänn so richtig satt gsi, also bi mir hett nüt meh Platz gha...! Di eintä händ sich scho gli nachem Znacht is Zimmer verchrochä. Aber d Lisbeth und ich händ gfundä, dass mir jetzt glich no än Revanche- Jass mit em Köbi und em Peter machä sötted J Da mir ja schliesslich am Fritig huushöch verlorä händ, hämmer scho no wellä zeigä, dass mir nöd so schnäll ufgänd… Tja, und so hät dänn d Gerächtigkeit gsiegt und d Lisbeth und ich händ mit emä riesä Vorsprung gunnä!

So händ mir dänn mit guetem Gwüssä chönnä go schlafä… J
Manuela Ramensperger

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Sonntag, 15. Januar 2006

Bei Skitourentagen im Oberen Simmental ist der Besuch des Lauenehore (2477) bei Lauenen am bekannten Lauenensee beinahe Pflicht. So verliessen wir nach einem letzten stärkenden Frühstück den Gastshof Alpenrose im Fermeltal bereits um 7.45 Uhr mit allem Gepäck und fuhren mit den Autos via Zweisimmen nach Gstaad. Cornelia hatte sich in weiser Voraussicht nach einem Abstellplatz für unsere Fahrzeuge erkundigt. Trotz der Beschreibung („hinter dem Coop durch die Bahnunterführung“) zweifelten wir an dessen Richtigkeit, glich der kaum sichtbare Durchlass im Bahndamm mit der Grösse von 2m Breite und 2.3m Höhe eher einer Personenunterführung. Zudem musste sie beinahe im rechten Winkel angesteuert werden. Cornelia entpuppte sich als die mutigste und „zwängte“ sich als erste mit ihrem Auto hindurch.

Nach einer kurzen Postautofahrt mit Sicht auf sonnenbeschienene Gipfel links und rechts des Tales erreichten wir um 9.30 Uhr Lauenen (1240 müM). Bereits beim verlassen des Postautos sah man den Gipfel an der Sonne glänzen und mancher hörte ihn wohl auch rufen. Ich sah mich bereits beim Gipfelkreuz sitzen und die Aussicht geniessen. Aber wie so oft, wenn der „niedrige Hügel“ in greifbarer Nähe von Beginn an sichtbar ist, trügt der Schein! Auch das Lauenehore wollte, wie sich später noch herausstellen sollte, verdient sein.
Lagen die ersten Meter im lichten Wald entlang des Mülibach mit sprudelndem Wasser und erstarrten Eisgebilden noch am Schatten, begleitete uns danach die Sonne während des gesamten Aufstiegs – eine wahre Wohltat für Körper und Seele nach dem eisigkalten Aufstieg vom Vortag. Reto und Cornelia haben für den letzten Tag eine sehr gute Wahl getroffen!
Nach dem gemütlichen Queren der ersten Alpwiesen, vorbei an behäbigen Simmentaler-Bauernhäusern, mussten wir uns ein Couloir hocharbeiten, das links von aperen Stellen und rechts von Erlengebüsch begrenzt war. Zudem wurde es immer steiler, schmaler und eisiger. Hier zeigte sich, wer die Spitzkehre beherrschte und auch ohne Harscheisen standfest war. (Es waren dies übrigens alle.) Unterschiede zeigten sich aber in der Tauglichkeit der unterschiedlichen Bindungsarten, machten sich doch zweimal Skis selbständig, wobei ein Ski, wohl aus Höhenangst, sich wieder talwärts begab. Welcher Bindungstyp hier die Ursache war verschweigt des Schreibers Höflichkeit. Nach diesen ersten 700 Höhenmetern hatten wir uns eine kurze Pause am sonnigen Südhang verdient.

Der breite Südhang des Lauenehore wird in der oberen Hälfte immer steiler. Deshalb zogen wir unsere Spur in Richtung Westgrat. Diesen erreichten wir ca. 200m unterhalb des Gipfels. Es zeigte sich, dass es ab hier wohl einfacher ist, sich zu Fuss in Richtung des Gipfels weiterzubewegen. Also wurden die Ski aufgebunden und mancher Schweisstropfen über die gute Trittspur unmittelbar auf der Krete und über die letzte Felsstufe verteilt. Elisabeth und Stefan liessen es sich aber nicht nehmen und legten Spitzkehre an Spitzkehre, um diese letzten Höhenmeter auch noch auf den Ski zu bewältigen. Ein leichter Wind und wenige weitere Tourengänger empfingen uns auf dem Gipfel. Wir erfreuten uns alle ein letztes Mal an der herrlichen Aussicht auf die nähere und fernere Bergwelt und bestaunten nochmals alle Ziele, die wir in den letzten Tagen bestiegen hatten.
Die Abfahrt führte uns nordwestwärts über Turnels, Bachberg und Scheidbach direkt nach Gstaad (1050). Im oberen Teil verteilten wir uns über die breiten Hänge und jeder konnte seine Spur in unberührtem Schnee ziehen. War die Schneedecke südseitig nicht allzu dick, fanden sich hier hochwinterliche Verhältnisse. Der Schnee war erstaunlich gut und schwankte zwischen lockerem Pulver und leicht windgepresster Oberfläche. Zwischen Bachberg und Scheidbach bewegten wir uns in rasanter Fahrt auf Alpwegen durch Wald und über offene Flächen. Wir erreichten eingangs Gstaad den Lauibach, entlang dem wir zu Fuss auf dem gesandeten Winterwanderweg aus der wilden weissen Bergwelt mitten im grauen Gstaad eintrafen und uns in der Fussgängerzone wieder ans mondäne, zivilisierte Leben gewöhnen konnten oder mussten.

Dank an Reto und Cornelia für diesen letzten Gipfel mit sonnigem Aufstieg, traumhafter Aus- und Fernsicht und einer Abfahrt durch breite Pulverschneehänge.
Gegen 15.20 Uhr verliessen wir mit den Autos Gstaad und trafen uns auf dem Brünig zu einem letzen Kaffee um voneinander Abschied zu nehmen und anschliessend die individuelle Heimreise anzutreten.
An dieser Stelle möchte ich im Namen aller Teilnehmer Cornelia und Reto nochmals herzlichsten Dank für die gesamte Organisation, die Auswahl der Tourenziele, die Routenwahl, die Suche nach den besten Schneeverhältnissen bei den Abfahrten und die gute Aufteilung zwischen Leistung und Gemütlichkeit aussprechen. Es waren rundum gelungene Surprise-Tage. Wir kommen nächstes Jahr wieder mit!
Peter Wittenwiler

 
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Bilder
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