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Fastnachts Skitouren im Oberengadin
vom 25.- 28. Februar 2006
 

Teilnehmer: Keller Ruedi, Steinegger Albert, Gresch Claudia, Wälti Marcel, Romer Brigitte, Ast Josef, Ast Nadine, Vanomsen Verena, Züger Jean, Hegner Robert, Abt Sonja, Abt Stefan, Matthews-Mühlebach Daniela, Huber Christine, Weber Regula, Frischknecht Peter

Leiter: Fredi Romer

 
Durchgeführte Touren im Überblick
  • Samstag, 25. Feb.: Einlauftour bei Zuoz
  • Sonntag, 26. Feb.: Piz Arpiglia, 2765 m („ Monte Scilacci“)
  • Montag, 27. Feb.: Belvair, 2822 m (Machte seinem Namen alle Ehre)
  • Dienstag, 28. Feb.: Piz Minor, 3049 m (Minor, nicht Midor, besser als die Migros)
 

Nun sitz ich hier am Tag danach vor dem iMac und sollte mehr oder weniger freiwillig über diese herrlichen, erlebnisreichen Skitourentage berichten. Ich beginne mit dem Dank an Fredi Romer für das Organisieren und die kompetente, kameradschaftliche Leitung dieser Tourentage. Lieber Fredi, deine wetter- und schneeverhältnisbedingte, rollende Planung hat uns sicher die optimal möglichsten auf unsere grosse Gruppe angepassten Touren beschert. Alles ging unfallfrei und ohne grosse Leiden, dafür mit vielen Juchzern in den Pulverschneehängen über die Bühne der Engadiner Pizes. Sie bleibt sicher jedem Teilnehmer in bester SAC-Tourenerinnerung und die eine oder andere Begebenheit wird auch noch anhaltend nachwirken.

Ein herzlicher Dank geht auch an Claudia Gresch und Peter Frischknecht für ihre Mithilfe während der Touren sowie an die Allgäuer-Connection Herta und Josef Ferdinand Maria Kassel für ihre Insidertourentipps und ihr unvergessliches Dabeisein.
 
Samstag, 25. Februar 2006

Neblig und heimtückische Schneeverhältnisse am Südhang

Die gemeinsame Anreise nach S-chanf mit gefüllten Privatautos verlief problemlos und zügig. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass der Skilift die längste Etappe unserer bevorstehenden Tagestour sein sollte.
Nachdem einige übereifrige ihre Probleme mit den Fellen gelöst hatten, stapften wir in leichtem Schneetreiben unter hochnebelverhülltem Himmel zum obersten Skilift hoch.
Für Fr. 15.- beförderte uns dieser schon ein schönes Stück Richtung erstem Gipfel.
Lange sollte sich aber unsere zweigeteilte Tourenfahrerschlange nicht Richtung Gipfel bewegen, denn zahlreiche „Wumm-Geräusche“ (der Schnee stöhnte unheimlich und von mir so noch nie wahrgenommen) veranlassten den Leiter zur Umkehr. Die vielen Schneerutsche, die wir andern Tags an den Hängen beobachten konnten, belegten eindrücklich die Richtigkeit dieses Entscheides.

Somit bildeten die ideale Unterkunft und das ausgezeichnete Nachtessen, mit dem uns das Hotel Scaletta in S-chanf bereits am ersten Abend verwöhnte, den Höhepunkt des ersten Tages, welcher in gemütlicher, kameradschaftlicher Atmosphäre Ausklang. Die Ausnahme machte hier vielleicht die Jassrunde, welche sich schon am ersten Abend erhöhtem psychischem Stress aussetzte.

So schliefen wir dann schon bald alle, eingelullt durch den viertelstündlichen Uhrenschlag der benachbarten Kirche, dem Sonntag entgegen. Das Wetter sollte ja besser werden und wir waren überzeugt, Fredi würde auch diese schwierigen Schneeverhältnisse zu unseren Gunsten meistern.
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Sonntag, 26. Februar 2006

Erstes Schnüffeln im Pulverschnee, machtloses Versinken am „Pistenrand“

Die erste Sonntagsfreude bereitete uns der morgendliche Blick aus dem Fenster: Wetter besser als prognostiziert, leicht bewölkt mit deutlichem Blauschimmer.
Mit dem Piz Arpiglia galt es einen Nordhang gleich vor unserer Haustüre zu besteigen. Gut 1000 Höhenmeter erwarteten uns. Im ersten Teil folgten wir, ideal zum Einlaufen, einer sanft ansteigenden Waldstrasse. Nach einer ersten Pause strebten wir dann oberhalb der Waldgrenze über die steiler werdende Bergflanke, am Schluss mit Harsteisen bewehrt, dem Gipfel zu.

Die Abfahrt forderte uns: Im oberen Teil fand man doch noch jungfräuliche Pulverschneestellen, musste aber diese Ausschweifung hin und wieder mit einem Kratzer im Belag bezahlen. Weiter unten folgte man besser der „Piste“, weil am Rand wohl Pulverschnee lockte, dieser aber nicht auf einer tragfähigen Schicht lag und man so oft absackte und ein Steckenbleiben nur mit extremster Rücklage vermieden werden konnte. Der strahlende Sonnenschein und die gute Stimmung in unserer Gruppe liessen unsere Gesichter aber trotzdem strahlen und alle kamen heil und zufrieden auf dem Talboden unten an.

Sunligth am Tag – Candlelight-Dinner am Abend – ein SAC-Skitourentag, für den mir die Superlative fehlen.
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Güdelmändig, 27. Februar 2006

Belvair – Steigerung am Südhang und erster Höhepunkt

Minus 17 Grad, das Oberengadin lässt grüssen, ab an einen sonnenbestrahlten, benachbarten Südhang - dem Kältetrog entfliehen.

Sonnenstrahlen und Aufstieg erwärmten uns, so dass schon bald Tenuerleichterung angesagt war und wir unter ungenehmsten Skitourenbedingen den ersten Teil des gut dreistündigen Aufstieges in Angriff nahmen. Im oberen, zunehmend steiler werden Teil vor dem Gipfel waren vermehrt Spitzkehren gefragt: Ob KKK-Technik („Kari-Koller-Kick“) oder GRS („Griechisch römischer Stil“), jeder bewältige den Schlussteil mit Bravour, beobachtet von einem Adler, der seine Schwingen majestätisch ausbreitend über uns hinwegglitt ohne den Kopf zu schütteln.
Belvair (Belle vue, schöne Ausssicht) der Gipfel machte seinem Namen alle Ehre. Unter dem Eindruck des ganz in der Nähe thronenden Piz Kesch konnte uns Fredi eine ganze Litanei von Alpengipfeln herunterbeten – eine heere, tief bewegende Alpenwelt bot sich unseren staundenden Augen dar.

Nach Gipfeljuchzern folgten zahlreiche Abfahrtsjuchzer - nach dem Steilhang folgte unberührter Pulverschnee, Spuren wurden gezogen und bewundert – Tourenfahrerhochstimmung kam auf und Superlative wurden gestreut.
Auf diese Hochstimmung, unsere alpine Kleidung und unsere leicht angebräunten Gesichter ist es deshalb vielleicht zurückzuführen, dass uns der „Kastell-Kellner“ bei der anschliessenden Einkehr in seiner bescheiden, über dem Hochtal thronenden Herberge insgeheim als „Barbaren“ bezeichnete.

Abgehobene Tourenfahrer oder ein abgehobenes Etablissement? Unserer Stimmung, welche wir auch problemlos in den Abend hinüberretten konnten, tat dies allerdings keinen Abbruch.
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Güdelzischtig, 28. Februar 2006

Piz Minor – würdiger kann man einen Monat nicht abschliessen

Die Allgäuer Connection hatte rekognosziert und uns mit strahlenden Augen Pulverschneenordhänge mit bisher nur 4 Spuren darin versprochen – ein Tourenfahrerparadies in welchem wir unsere Spuren hinterlassen konnten, wartete also auf uns.

So nahmen wir also an unserem letzten Tag den seichten, meditativen Anstieg durchs Val da Fain gelassen in Angriff. Während unserer Rast liebäugelten wir mit den einladenden Rinnen und Flanken hinauf Richtung Piz Minor, unsererseits beäugt durch eine Steinbockkolonie am gegenüberliegenden Südhang. Der Himmel riss nochmals auf und so schwebten wir in gemeinsamem Aufstiegsrhythmus im glitzernden Pulverschnee dem Dreitausender entgegen – ein unbeschreibliches Gefühl- unserem Dirigenten Fredi seis gedankt. War sogar der Aufstieg zum Abheben, was würde erst die Abfahrt bringen?

19 weitere Spuren an den Minorflanken, damit wollten wir uns bedanken.
 
Röbi Hegner
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Bilder
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Aufstieg zum Belvair mit Kesch im Hintergrund
Aufstieg zum Belvair mit Kesch im Hintergrund
 
Claudia Gresch auf dem Piz Minor
Claudia Gresch auf dem Piz Minor
 
Fredi Romer auf dem Piz Minor
 
Znünihalt auf Alp Belvair
 
 
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